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Berufe in der Apotheke

Das pharmazeutische Personal einer Apotheke umfasst neben Apothekern
auch pharmazeutisch-technische Assistenten (PTA), Apothekerassistenten,
Pharmazieingenieure, Apothekenassistenten und Pharmazeutische Assistenten.
Zum nichtpharmazeutischen Personal gehören insbesondere pharmazeutisch-
kaufmännische Angestellte (PKA), Apothekenhelfer und Apothekenfacharbeiter.

Apothekerinnen & Apotheker

Apothekerinnen und Apotheker sind Experten für Arzneimittel. Der Beruf ist
anspruchsvoll und mit viel persönlicher Verantwortung verbunden. Apotheker
arbeiten zumeist in Apotheken, aber auch im Krankenhaus, in Industrie,
Forschung und Verwaltung. Voraussetzung für die Approbation als Apotheker
ist der erfolgreiche Abschluss des Pharmaziestudiums.

Pharmazeutisch-technische Assistenten (PTA)

In der Apotheke informieren und beraten PTA - unter der Aufsicht eines
Apothekers - den Patienten bei der Arzneimittelabgabe oder stellen Rezepturen
her. Sie sind u. a. auch im Krankenhaus oder der Industrie tätig. Die Ausbildung

ist medizinisch-naturwissenschaftlich ausgerichtet und dauert zweieinhalb Jahre.

Pharmazeutisch-kaufmännische Angestellte (PKA)

PKA sind schwerpunktmäßig im kaufmännisch-organisatorischen Bereich der
Apotheke beschäftigt. Sie kümmern sich vor allem um die Warenwirtschaft,
den Einkauf und die Lagerung der Arzneimittel und der apothekenüblichen
Waren. Die duale Ausbildung in der Apotheke und der Berufsschule dauert
drei Jahre.

Weitere Berufsgruppen

Neben Apothekern, PTA und PKA gibt es in Apotheken noch weitere Berufsgruppen
des pharmazeutischen und nichtpharmazeutischen Personals, die heute allerdings
nicht mehr ausgebildet werden. So sind Pharmazieingenieure ein Beruf der
ehemaligen DDR, Apothekerassistenten ein Beruf der alten BRD.

Vorsicht Sonne: Medikamente machen Haut lichtempfindlicher

Einige Medikamente können die Lichtempfindlichkeit der Haut steigern.
Dadurchkann es zu Unverträglichkeiten (Fotosensibilisierungen) kommen,
die unter anderemzu Sonnenbrand-artigen Rötungen, Blasen oder
Pigmentstörungen führen können.„Der Apotheker informiert darüber, ob
sich die individuellen Medikamente mit einemausgiebigen Sonnenbad vertragen“,
sagt Gabriele Overwiening, Vorstandsmitglied der Bundesapothekerkammer.
Wer Medikamente einnimmt und merkt, dass die Hautempfindlicher auf Licht
reagiert als gewohnt, sollte den Arzt oder Apotheker darüberinformieren.
Die Reaktion auf Licht kann sofort nach der Einnahme des Medikaments
oder erst verzögert nach einigen Tagen auftreten.Vorbeugen können Patienten,
wenn sie – nach Rücksprache mit dem Arzt oderApotheker – ihre Medikamente
im Hochsommer abends einnehmen. Hilfreich ist esauch, das Sonnenlicht in
der Mittagszeit zwischen 11 und 15 Uhr zu meiden und einSonnenschutzmittel
mit einem hohen UV-A-Schutz zu benutzen. Fensterscheibenschützen nicht
immer vor der Hautreaktion. Bei einer erforderlichen Langzeiteinnahme eines
fotosensibilisierenden Arzneimittels können UV-undurchlässige Folien helfen.
Auf häufigsten treten die Hautreaktionen in Deutschland bei Patienten auf,
dieverschreibungspflichtige Medikamente mit dem wasserausschwemmenden
ArzneistoffHydrochlorothiazid einnehmen. Weitere Arzneimittel, die die
Lichtempfindlichkeitsteigern, sind zum Beispiel einige Antibiotika und Arzneimittel
gegen Epilepsie,Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Malaria. Auch wer
Johanniskraut-Extrakte gegendepressive Verstimmun
gen einnimmt und helle
Haut hat, sollte ausgiebige Sonnenbädermeiden.

Non-Compliance kann verschiedene Ursachen haben

Nimmt ein Patient verordnete Medikamente nicht wie vorgesehen ein, kann das
verschiedene Gründe haben. Etwa jeder zweite Patient, der eine Langzeittherapie
braucht, zeigt eine mangelnde Therapietreue, auch Non-Compliance genannt.
„Vergesslichkeit ist nur eine Ursache für Non-Compliance. Patienten haben ganz
unterschiedliche Gründe, warum sie ein Medikament nicht wie vorgesehen einnehmen“,
sagt Friedemann Schmidt, Vizepräsident der ABDA – Bundesvereinigung Deutscher
Apothekerverbände. „Wenn der Arzt oder der Apotheker seine Patienten offen auf
Probleme mit der Arzneitherapie anspricht, erfährt er viel über die Ängste und Probleme.
Im persönlichen Gespräch lassen sich oft Lösungen finden, die die Therapietreue erhöhen.
Verschiedene Gründe für Non-Compliance lassen sich am Beispiel der medikamentösen
Behandlung depressiver Patienten verdeutlichen. Zu Beginn der Arzneimitteltherapie
bemerken Patienten oft noch keine Stimmungsaufhellung, aber bereits Nebenwirkungen
wie Mundtrockenheit oder Gewichtszunahme. Weil sie an der Wirksamkeit zweifeln,
setzen einige Patienten das Antidepressivum auf eigene Faust ab. Dieses vorschnelle
Absetzen kann vermieden werden, wenn der Arzt und der Apotheker den Patienten
über den verzögerten Wirkungseintritt des Antidepressivums aufklären. Wenn nötig,
kann der Arzt einen Wirkstoff mit schnellerem Wirkungseintritt verordnen. Schmidt:
„Wenn nach einiger Zeit die Wirkung der Antidepressiva einsetzt und sich die Stimmung
aufgehellt, nehmen manche Patienten die Antidepressiva nur noch unregelmäßig ein –
auch aus Angst, abhängig zu werden. Das ist falsch.“ Für eine Erhaltungstherapie wird
empfohlen, nach dem Abklingen der akuten Depression die Antidepressiva einige
Monate lang weiter einzunehmen. So wird das Risiko eines Rückfalls verringert.
Ärzte und Apotheker wollen gemeinsam die Arzneimitteltherapie verbessern. Die ABDA
und die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) sehen in ihrem „Zukunftskonzept“
Maßnahmen vor, wie sie die Arzneimitteltherapie preiswerter und besser gestalten
können. Auf Basis einer Wirkstoffverordnung und einer Medikationsliste wollen sie ein
gemeinsames Medikationsmanagement anbieten.

Antibiotika nicht vorschnell absetzen
Antibiotika sollten so lange eingenommen werden, wie dies der
Arzt vorgesehen hat. Werden sie vorschnell abgesetzt, können sich
Resistenzen bilden, warnt die Bundesapothekerkammer. Antibiotika sind in
Deutschland grundsätzlich verschreibungspflichtig und sollten nur nach
Rücksprache mit einem Arzt eingenommen
werden. Immer häufiger kommt es zu Infektionen durch resistente Bakterien,
bei denen die klassischen Antibiotika nicht mehr wirken. Komplikationen und
Krankenhausaufenthalte können die Folge sein. Antibiotika wirken gegen
bakterielle Infektionen. Die Krankheitssymptome bessern sich nach der
Einnahme oft sehr schnell. Dennoch sollte das Antibiotikum über das erste
Abklingen der Symptome hinaus angewendet werden. Als Faustregel empfehlen
Apotheker, immer die gesamte vom Arzt verordnete Packung einzunehmen.
Gegen von Viren verursachte Infektionen, wie zum Beispiel Erkältungen, sind
Antibiotika wirkungslos. Zeichnet sich trotz der Einnahme eines Antibiotikums
nach kurzer Zeit keine Besserung ab, raten Apotheker deshalb zum erneuten
Arztbesuch. Einige Antibiotika werden durch Kalzium in ihrer Wirkung gestört.
Sie sollten deshalb nicht mit Milch oder kalziumreichen Mineralwässern
eingenommen werden. Idealerweise nimmt man die Tabletten mit einem großen
Glas Wasser ein. Der Apotheker informiert gerne darüber, was beim individuell
verordneten Antibiotikum zu beachten ist.

www.abda.de

Nasensprays nicht länger als eine Woche anwenden
Im Herbst treten Erkältungen häufiger auf. Ihre Symptome wie Schnupfen
oder Husten können gut mit rezeptfreien Arzneimitteln behandelt
werden. Aber rezeptfrei heißt nicht harmlos: Abschwellende Nasensprays oder
Nasentropfen sollten nicht länger als eine Woche ohne Unterbrechung eingesetzt
werden, rät die Bundesapothekerkammer. Die Nasensprays helfen kurzfristig
gegen Schnupfen, schädigen aber bei langfristiger Anwendung die Nasenschleim-
haut bis hin zum möglichen Absterben des Gewebes. Dies gilt für Nasensprays
mit Wirkstoffen wie Xylometazolin, Oxymetazolin oder Tramazolin, die die Blut-
gefäße in der Nasenschleimhaut zusammenziehen. Gleichzeitig gewöhnt sich die
Nasenschleimhaut an die ständige Gabe des Nasensprays – der Verzicht auf die
Arzneimittel ist dann nur noch schwer möglich.
Je nach Verpackung des Nasensprays geben Apotheker zusätzlich weitere Tipps
zur Anwendung. Nasensprays sollten aus hygienischen Gründen grundsätzlich nur
von einer Person benutzt werden. Nasensprays sind nach dem Anbruch nur begrenzt
haltbar, denn sie werden durch das Nasensekret leicht mikrobiell verunreinigt.
Quetschfläschchen sollten immer zusammengedrückt aus der Nase gezogen werden,
um ein Einsaugen von keimhaltigem Sekret zu vermeiden. Außerdem dürfen sie nicht
kopfüber angewendet werden, sonst kann es zu Überdosierungen kommen. Vor jeder
 Anwendung eines Nasensprays sollte man sich die Nase putzen.
www.abda.de

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